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Östlich von Schloß Werdringen erhebt sich der Kaisberg über das Ruhrtal. Der Berg ist namengebender Ort für die Gesteine des untersten erdzeitlichen Abschnittes des kohleführenden Oberkarbons (320 – 296 Millionen Jahre vor heute). Es handelt sich um die Kaisbergschichten. Sie enthalten vier dickbankige Sandsteinlagen sowie einige dünne Kohleflözchen. Das hier vorkommende Flöz Sengsbank gehört zu den ältesten Kohleflözen des Ruhrgebietes. Am östlichen Hangfuß des Kaisberges sind Relikte des ehemaligen Kohleabbaus von Flöz Sengsbank zu sehen. Eine dort aufgestellte Tafel informiert über die Bergbaugeschichte.

Unterhalb des Freiherr-von-Stein-Turmes führt ein teils überwachsener Fahrweg zu einem alten Sandsteinbruch. Dieser besteht aus mehreren Teilen, in denen vor allem der Kaisberg-Sandstein und der Grenzsandstein gut zu sehen sind. Der Kaisbergsandstein bildete sich vor etwa 317 Millionen Jahren in einem großen Delta an der Küste eines damals vorherrschenden Meeres. Hier mündete ein Fluss, der Schlamm und Sand aus einem im Süden gelegenen Gebirge heranführte. In der Steinbruchwand erkennt man heute fossile Baumstämme, die vor über 300 Millionen Jahren als Treibholz in den sandigen Grund des damaligen Kaisberg-Flusses eingebettet wurden. Die karbonzeitlichen Bäume besaßen keine feste Holzsubstanz, sondern die Stämme waren hohl oder nur mit einem faserigen Material gefüllt, das kaum erhaltungsfähig war. Man findet von diesen Pflanzen daher meist nur Abdrücke der Rinde, Blätter oder Äste und Zweigabschnitte. Auch die fossilen Stämme in diesem Steinbruch sind hohl, so dass man sich bequem hinein hocken kann.

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GeoTouring
Böhmerstr. 72
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