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#haspeentdecken

Datum: 7. Oktober 2022

Es war endlich wieder so weit: eine neue #Stadtteilentdecken-Tour stand an. Dieses Mal habe ich den Stadtteil „Haspe“ unter die Lupe genommen. Während ich mich in Wehringhausen und Boele bereits etwas auskannte vor meiner Tour, war mir Haspe wirklich fremd und ich war ziemlich gespannt darauf, was mich erwartet.

Bei bestem Herbstwetter machte ich mich also am Dienstag auf den Weg von Wehringhausen Richtung Haspe. Anfangs noch übermotiviert zu Fuß, bis ich bemerkte, dass ich die Strecke doch leicht unterschätzt hatte. Gottseidank fahren viele Busse Richtung Haspe und ich konnte spontan auf halber Strecke in die 543 einsteigen, die mich direkt vorm „Hasper-Torhaus“ absetzte. Das Torhaus sowie das Kirmesbauerdenkmal bilden das Herz von Haspe. Rundherum befindet sich eine kleine Innenstadt samt Drogerie, Blumenläden, Modegeschäften sowie Imbissen.

Im Torhaus selbst findet man die Stadtbücherei, einen Kiosk und ein Café der Stadtbäckerei Kamp.
Da ich noch nicht gefrühstückt hatte und der Magen schon leicht knurrte, beschloss ich mir eine Kleinigkeit für unterwegs bei Kamp zu holen und wurde beim Betreten des Cafés wirklich positiv überrascht. Der Innenraum des Cafés erinnert an ein historisches Kaffeehaus. Hier trifft subtile Eleganz auf klassischen Backstubenflair. Über eine Treppe gelangt man zu einer Galerie: viel Holz, Samtmöbel sowie die indirekte Beleuchtung verleihen dem Café eine besondere Wohlfühlatmosphäre. Hier werde ich definitiv nochmal mit ein paar Freundinnen am Wochenende den ein oder anderen Kaffee trinken gehen. Für mich persönlich ein kleines Highlight auf meiner Tour durch Haspe.

Haspe hat generell architektonisch einiges zu bieten. Ähnlich wie in Wehringhausen gibt es hier wirklich wunderschöne Altbauten, farbenfrohe Straßenkunst und historische Skulpturen. In Haspe gibt es z.B. ein Exemplar vom „schlafenden Löwen“ – eine Zinkguss Skulptur zum Gedenken an die Opfer der Weltkriege. „Schlafende Löwen“ findet ihr auch in einigen anderen Städten, da das Motiv im 19. und 20. Jahrhundert sehr beliebt war. Die Entstehung im frühen 19. Jahrhundert ist laut meiner Recherche im Internet im Zusammenhang mit der Berliner Bildhauerschule zu verstehen.

Aber auch die Natur in Haspe hat mich ziemlich beeindruckt. Überall gibt es kleine Grünflächen zum Relaxen und an einigen Stellen kann man auch entlang der Ennepe spazieren gehen. Haspe bietet auch eine super Ausgangslage für eine Wanderung durch die Hagener Wälder und die „Hasper Talsperre“ ist natürlich auch immer empfehlenswert – gerade jetzt im Herbst mit dem Farbenspiel.

Nach einem kleinen Spaziergang entlang der Ennepe machte ich mich auf den Weg zum Haus Stennert, in dem Brandt Zwieback ein kleines Museum, Bistro sowie einen Werkverkauf hat – „die kleine Zwiebackwelt“. Brandt ist seit Jahrzehnten ein Markenzeichen von Hagen, auch wenn die Produktionsstätte mittlerweile nach Thüringen gezogen ist. Früher gab es Zwieback ehrlicherweise eher, wenn ich krank war, heute backe ich (dank Thermomix) auch häufiger Mal mit Zwieback und bin zudem ein riesiger Fan vom Kokos-Zwieback. Da könnte ich mich reinsetzen. Leider hatte ich meinen Jutebeutel am Dienstag Zuhause vergessen, sonst hätte ich sicherlich den kompletten Werkverkauf leer gekauft. Aber auch das Museum ist empfehlenswert: In zehn Räumen erfahrt ihr Spannendes und Historisches rund um den Zwieback und die damalige Produktion in Hagen. Meine Oma erzählt noch heute vom Geruch frischen Zwiebacks, wenn man früher durch Haspe fuhr. Daher ist „die kleine Zwiebackwelt“ eigentlich ein Muss für jeden Hagener.

Mittags wollte ich dann eigentlich im Laden der Eversbusch Brennerei vorbeischauen, leider hatte ich hier aber genau die Mittagspause erwischt und stand vor verschlossener Tür. Verschoben ist aber ganz sicher nicht aufgehoben, denn Eversbusch ist die zweite Marke aus Haspe, auf die wir in ganz Hagen mächtig stolz sind. Eversbusch Doppelwachholder ist definitiv kein Geheimtipp mehr, denn man findet ihn nun sogar in den Top-Bars in Berlin & Co. Demnach sollte eine Flasche vom sogenannten „Hasper Maggi“ auch in keiner Hagener Hausbar fehlen. Wieso man Eversbusch „Hasper Maggi“ nennt, weiss glaube ich so keiner zu 100%. Mein Onkel (keine super vertrauenswürdige Quelle 😉 ) erklärte mir, dass wohl die Maggi Flaschen früher ähnlich aussahen. Kennt ihr weitere Theorien?

Ich trinke Eversbusch übrigens am liebsten als Basil Smash:

  • 6 cl Eversbusch Doppelwachholder
  • 2 – 3 cl frischen Zitronensaft
  • 2 cl Zuckersirup (kann man super easy selbst machen)
  • frisches Basilikum

Zuckersirup und Basilikumblätter in einen Shaker geben und mit einem Barstößel zerdrücken.  Zitronensaft, Eversbusch und ca. 4 Eiswürfel in einen Shaker geben und kräftig shaken. Dann den Drink durch ein Barsieb in einen mit Eiswürfel gefüllten Tumbler abseihen und mit Basilikum garnieren.

Obwohl Haspe das Zuhause von Eversbusch ist, gibt es in Haspe leider keine geheime Barszene, die ich euch jetzt vorstellen kann – aber dafür hat Haspe einige wirklich gute Restaurants. Einer meiner absoluten Favoriten ist das Lokal „Stube & Küche“. Hier landet frische Hausmannkost auf dem Teller wie Braten mit Rotkohl und Klößen, aber auch saftige Schnitzel und ausgefallene Burger. Und obwohl wir uns leider vom beliebten „Salvatore“ verabschieden mussten, kann man weiterhin gut italienisch, türkisch, griechisch und sogar indisch in Haspe essen gehen. Beim Punjabi Palace bestelle ich auch des Öfteren ein leckeres Curry, Butter Naan und einen frischen Mango-Lassi. 🙂

Als ich dann meine 10.000 Schritte erreicht hatte, war klar, dass ich mir zum Abschluss noch etwas Süßes gönnen möchte. Und süßer als „Royal Donuts“ ist in Hagen beinahe unmöglich. Am Wochenende stehen hier die Leute Schlange, um einen der gefüllten Donuts zu ergattern. Da ich dann doch zu einer leicht ungewöhnlichen Zeit für Donuts unterwegs war, hatte ich das Glück noch ziemlich viel Auswahl zu haben. Ich entschied mich für einen Crossnut (eine Mischung aus Croissant und einem Donut) mit Pistazienfüllung – wobei Bueno wohl die beliebteste Füllung in der Filiale in Haspe ist. Beim nächsten Mal dann 😉

Abschließend kann ich sagen, dass mir Haspe wirklich sehr gut gefallen hat und ich versuchen werde meinem „Nachbarstadtteil“ öfter einen Besuch abzustatten. Ich hoffe auch, einige von euch motiviert zu haben, Haspe mal „so richtig“ zu entdecken und lieben zu lernen.

Welcher Stadtteil soll als Nächstes dran sein?

Bis bald,

eure Josephine

Josephine

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