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Zum BeitragEs gibt Radtouren, die sind einfach „schön“. Und es gibt Touren, die erzählen nebenbei Geschichten: von Flüssen, die Regionen verbinden, von alten Bahntrassen, die heute Radler tragen, und von Industrieorten, die längst Kulturorte geworden sind. Genau so fühlt sich der Ruhr‑Lenne‑Achter an – eine große Runde, die in ihrer Form an eine liegende Acht erinnert. Die Route feiert in diesem Jahr übrigens ihr 10jähriges Bestehen, welches mit zwei geführten Jubiläumstouren gewürdigt wird (mehr dazu am Ende).
Die große Runde ist ca. 68 km lang. Wer jedoch nicht gleich die komplette Acht fahren will: Die Route ist sinnvoll in West- und Ostrunde (plus Mittelstück) aufgeteilt. Die Westrunde ist „etwas mehr als 50 Kilometer“ lang und konzentriert sich auf die Trasse Hohenlimburg – Lennetal – Ruhrtal – Schwerte – Iserlohn – Letmathe.
Hohenlimburg ist der perfekte Startpunkt für die Westrunde des Ruhr‑Lenne‑Achters. Hier spürt man bereits, worum es auf dieser Tour geht: um den Wechsel zwischen Industriekultur, Flusslandschaft und überraschend ruhigen Naturabschnitten. Von hier aus rollt ihr gemütlich flussabwärts Richtung Norden. Die Szenerie ist typisch für diesen Abschnitt: ein dichtes Siedlungsband wird immer wieder durch grüne Uferbereiche unterbrochen. Gerade die Lenneauen bieten ein großes Naturfenster und zeigen, wie sich der Fluss Raum zurückholt.
Dann kommt der große Moment der Tour: die Lennemündung am Hengsteysee. Hier trifft die Lenne auf die Ruhr – ein zentraler Punkt der Runde.
Kurz nach der Mündung wechselt ihr auf den RuhrtalRadweg und folgt nun der Ruhr. Das Gefühl ändert sich sofort. Das enge Lennetal öffnet sich zu einer weiten Flussaue mit langen, geraden Abschnitten, Waldstücken und freiem Blick auf das Wasser. Ihr fahrt durch typische Ruhrtal-Landschaften, die von Natur und ehemaliger Industrienutzung geprägt sind – aber heute vor allem eines sind: entspannt und überraschend ruhig. Auch dieser Abschnitt eignet sich perfekt, um Tempo aus der Tour zu nehmen und einfach „rollen zu lassen“.
Mitten im Ruhrtal erreicht ihr Schwerte, einen der Knotenpunkte des Ruhr‑Lenne‑Achters. Hier trifft Radroute auf Stadtgeschichte. Schwerte bietet gute Möglichkeiten für eine Pause: Cafés, kurze Abstecher in die Innenstadt oder einfach eine Rast am Ruhrufer.
Hinter Schwerte verlasst ihr langsam das Ruhrtal und orientiert euch bei dieser Variante wieder Richtung Süden und Iserlohn. Ganz ohne „Plätschern“ geht es aber auch hier nicht, denn der Baarbach begleitet euch ein gutes Stück und auch den Seilersee passiert ihr an seinem Ufer.
Und wieder wartet ein besonders spannender Perspektivwechsel: In Iserlohn führt die Route über Abschnitte einer ehemaligen Bahnstrecke. Dieser Radweg verläuft wie ein grünes Band mitten durch die Stadt und verbindet Geschichte mit moderner Nutzung.
Der Weg führt in Letmathe direkt entlang der neuen Lennepromenade und lädt euch genau hier noch einmal zu einer letzten Pause ein. Der folgende Abschnitt zählt nicht zu den schönsten der Runde, aber zum Schluss schließt sich dann der Kreis:
Ihr erreicht wieder Hohenlimburg, wo die Runde begann – und habt das Gefühl, eine komplette kleine Radreise erlebt zu haben.
Bis bald,
Tim.
PS.: Pfingstmontag ist herrliches Wetter. Wenn ihr Lust auf eine tolle geführte Radtour habt, dann kommt doch vorbei und fahrt mit uns gemeinsam die Jubiläumstour. Um 11:30 Uhr geht es in Iserlohn am Bahnhof los, ihr könnt aber auch um 12:30 Uhr in Hohenlimburg am Rathaus einsteigen. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht nötig, für kleine Stärkungen und Erfrischungen wird gesorgt. Und ganz nebenbei könnt ihr noch ein paar Kilometer für’s Hagener STADTRADELN sammeln. Die östliche Runde könnt ihr dann übrigens an Fronleichnam mitradeln.
In Hagen gibt es immer wieder Neues zu entdecken! Ob beim Wandern, Radfahren oder bei einem gemütlicher Spaziergang – ich nehme euch auf meine Entdeckungstouren mit.

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